Nordkapp
und Abschied vom Zerberus
Als vorläufigen Abreisetermin haben wir den 17. Mai festgelegt. 2025.
29. April 25, Tag -18: Unfall
Eine Bergtour auf den Stubwieswipfel (1.786 m) im Toten Gebirge ändert den Zeitplan abrupt (sic!): 50 Höhenmeter unter dem Gipfel, immerhin im Abstieg, das Gipfelglück war mir noch vergönnt, breche ich mir den Unterschenkel. Was folgt sind Taubergung, Hubschrauberflug und Schockraum. Gibt es nach einem ersten Röntgen noch Hoffnung, dass ich einige Tage nach der Operation wieder belasten darf, sieht es nach dem CT anders aus: Es ist ein komplizierter Spiraltrümmerbruch von Schien- und Wadenbein, der auch nach der Verplattung und Verschraubung zumindest sechs Wochen nicht belastet werden darf. Wir peilen Mitte August für unsere Abreise nach Skandinavien an.

23. Mai 25: noch ein Unglück
Ein Unglück kommt selten alleine: Eine Netzhautablösung erfordert eine Operation. Danach muss ich zehn Tage auf der rechten Seite liegen. Ich darf nur zum Essen und zur Toilette aufstehen. Was für eine Tortur!
10. Juni 25: Enttäuschung
Endlich kommt der Gips weg. Ich darf aber weitere sechs Wochen das Bein nicht belasten! Zusätzlich bereitet uns auch Susis Gesundheit Sorgen. Die Reise rückt in weite Ferne!
29. August 25: Komplikation
Das Implantat im Unterschenkel hat sich entzündet. Ich kann noch immer nicht weiter als 100 Meter gehen und auch das nur unter Schmerzen. Immerhin: Ich kann radfahren.
20. Oktober 25: Entzündung
Eine Entzündung des Sprunggelenks zieht die Sache nochmals in die Länge.
12. Dezember 25: endlich!
Endlich sind alle Entzündungen so weit abgeklungen, dass ich beginnen kann, meine verschwundenen Muskeln wieder aufzubauen.